Keine Osterkirmes auf dem Marktplatz

FrischeKontor und Marktkaufleute kritisieren den Schaustellervorschlag

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Mit Widerspruch reagieren sowohl der städtische Marktveranstalter FrischeKontor als auch die Arbeitsgemeinschaft der Marktkaufleute auf die Ankündigung der Schausteller, zukünftig die Osterkirmes auf dem Hochemmericher Marktplatz veranstalten zu wollen. "Mittlerweile haben wir kein Verständnis mehr dafür, dass die Schausteller die Verlegung der Kirmes in jedem Jahr aufs Neue fordern. Und das auch noch mit schlechten Argumenten und falschen Informationen" bemängelt Peter Joppa, Chef des FrischeKontors. Er verweist gemeinsam mit Rudi Lisken, dem Sprecher der Marktkaufleute, auf die Faktenlage:

  • Es gibt im Gegensatz zur Darstellung der Schausteller keinerlei Beschlussfassung der Bezirksvertretung, den Wochenmarkt zu Gunsten einer Osterkirmes zu verlegen.
  • Zuständig für eine Beschlussfassung wäre im Rahmen der Marktsatzung ohnehin der Rat der Stadt, dem aber auch kein diesbezüglicher Antrag vorliegt.
  • Der Wochenmarkt in Rheinhausen hat mit bis zu 120 Marktbeschickern je Wochenmarkt eine Aufbaugröße von fast 1.000 laufenden Metern, was außerhalb der Marktfläche in Rheinhausen im zentrennahen Straßenbereich nirgendwo realisiert werden kann. Der Vorschlag der Schausteller, als Verlegungsfläche die Straßen rund um das Marktforum und den Busbahnhof zu nehmen, scheitert außerdem daran, dass Teile der besagten Straßen zum Rettungswegenetzes der Stadt Duisburg gehören und nicht belegt werden dürfen.
  • Dass Wochenmarkt und Kirmes sich gegenseitig bezogen auf die Frequentierung befruchten, ist wegen der unterschiedlichen Öffnungszeiten (Wochenmarkt vormittags, Kirmes nachmittags und abends) vollkommen irrelevant.

Abschließend verweisen FrischeKontor und die Arbeitsgemeinschaft der Marktkaufleute darauf, dass der Hochemmericher Wochenmarkt im letzten Jahr den Titel "Schönster Wochenmarkt in NRW "gewonnen hat und weit über die Grenzen Rheinhausens ausstrahlt. Er ist mit seinen bis zu 10.000 Besucherinnen und Besuchern pro Markttag für das Wirtschaftsleben in der Rheinhauser City unverzichtbarer und es sollten insbesondere in der sehr stark frequentierten Frühjahrszeit alle Maßnahmen unterbleiben, die ihn schwächen könnten.

Es habe vor vielen Jahren in Rheinhausen den in der Wochenmarktsatzung verankerten historischen Kompromiss gegeben, den Markt nur für eine Kirmes pro Jahr – nämlich die Herbstkirmes - zu verlegen. Darüber hinaus wollen FrischeKontor und Markthändler keine weiteren negativen Beeinträchtigungen durch die Verlegung des Wochenmarktes für die schon seit Jahren schwächelnde und nur noch gering frequentierte Osterkirmes hinnehmen.